Der Morgenstern als Zeichen des Lichts
Das Bibelwort aus Offenbarung 22,16 diente als Predigtgrundlage für diesen vierten Advent.
„Ich bin die Wurzel und das Geschlecht Davids, der helle Morgenstern.“
Es spricht vom Morgenstern als Sinnbild für den anbrechenden Tag, für das Verschwinden von Dunkelheit und Bösem und für die Nähe der neuen Schöpfung. Es spricht von dem Licht, das durch Jesus Christus in unsere Welt gekommen ist.
Zu Beginn der Offenbarung wird von Jesus geschrieben, dass er der Erste und der Letzte ist. Das ist nicht nur ein Sinnbild, sondern wurde von Jesus selbst umgesetzt: Er ist der Erste, der aus eigener Kraft auferstanden ist, und er besitzt ewiges Leben, das kein Ende hat.
Advent heißt Gott wirken lassen
Die Bibel berichtet im Alten Testament von vielen Verheißungen. Als Menschen machen wir uns oft Vorstellungen davon, wie göttliches Wirken aussehen sollte. Advent, so unterstrich Apostel Korbien, bedeutet auch, Gott wirken zu lassen und die eigene Sichtweise zu überdenken.
Gottes Verheißungen sind auch heute gültig – selbst dann, wenn die Realität scheinbar dagegen spricht. Eine Verheißung Jesu Christi hat bis heute Bestand: Er kommt bald. Das ist es, was Advent bedeutet – sich auf das Kommen Jesu vorzubereiten. Jesus wird nicht kommen, um zu bestrafen oder alle Sorgen zu nehmen, sondern um ewiges Leben zu bringen.
Ein letzter Predigtbeitrag – Dankbarkeit vor der Ruhesetzung
Priester Andreas Haupt wurde vor seiner Ruhesetzung gebeten, ein letztes Mal einen Predigtbeitrag zu geben. In seinem Herzen war große Dankbarkeit. Wie schon vor 38 Jahren habe er nicht Nein gesagt zum Mitdienen in der Kirche. Sein Dank richtete sich auch an die Gemeinde – für Annahme, Unterstützung und Akzeptanz.
Heilige Versiegelung – Gaben des Geistes
Nach dem Predigtteil betete die Gemeinde gemeinsam das Vaterunser, anschließend verkündete Apostel Korbien die Sündenvergebung. Danach trat Frank Meiner vor den Altar und empfing durch Handauflegung des Apostels die Gabe des Heiligen Geistes.
In seiner Ansprache zu diesem Sakrament betonte Apostel Korbien, dass es nicht zu einer Persönlichkeitsveränderung komme, sondern eine Entwicklung beginne. Die Gabe des Heiligen Geistes umfasse in erster Linie die Liebe. Im Galaterbrief werde auch von Freude gesprochen – diese solle Frank Meiner immer wieder erleben.
Segen und Dank zur eisernen Hochzeit
Nach der Feier des Heiligen Abendmahls erhielten die Geschwister Bärbel und Hans-Dieter Köhler (Gemeindevorsteher im Ruhestand) den Segen zu ihrer eisernen Hochzeit. Apostel Korbien verband seine Segenswünsche mit einem Bibelwort aus 1. Thessalonicher 1,2–3:
„Wir danken Gott allezeit für euch alle und gedenken euer in unsern Gebeten und denken ohne Unterlass vor Gott, unserm Vater, an euer Werk im Glauben und an eure Arbeit in der Liebe und an eure Geduld in der Hoffnung auf unsern Herrn Jesus Christus.“
Die Gemeinde ist dankbar für das, was die Geschwister Köhler für sie geleistet haben, und dankbar für ihr Vorbild.
Erste Amtsträgerin in Taucha
Zum Abschluss stand Priester Andreas Haupt nach 38 Jahren erneut vor einem Apostel – diesmal jedoch in einer etwas anderen Situation. Neben ihm stand eine Glaubensschwester. Apostel Korbien machte deutlich, wie sich Kirche weiterentwickeln kann.
Die Glaubensschwester war Michaela Born. Sie wurde an diesem 4. Advent in das Diakonenamt ordiniert und ist damit die erste Amtsträgerin der Gemeinde Taucha. Großartig und nun auch selbstverständlich. Die große Freude der Gemeinde über ihr Ja zu Amt und Auftrag – zum seelsorgerischen Dienst und zur verantwortungsvollen Aufgabe der Wortverkündigung – war deutlich spürbar und in den Gesichtern der Gottesdienstteilnehmenden sichtbar.
Mit würdigenden Dankesworten versetzte Apostel Korbien Priester Andreas Haupt in den Ruhestand und ordinierte Michaela Born durch Handauflegung zur Diakonin für die Gemeinde Taucha.
Ein Gottesdienst mit viel Arbeit, viel Freude – und einer spannenden Zukunft für die Gemeinde Taucha.
Neuapostolische Kirche