Dank ist Beziehung zu Gott
Die Grundlage der Predigt bildete das Bibelwort aus Kolosser 3,17:
„Und alles, was ihr tut mit Worten oder mit Werken, das tut alles im Namen des Herrn Jesus und dankt Gott, dem Vater, durch ihn.“
Die Predigt betonte, dass Dankbarkeit nicht nur ein Ritual ist. Es gehe nicht darum, „weil jemand irgendwann entschieden hat, Danke zu sagen“, sondern darum, dass Dank Ausdruck unserer persönlichen Beziehung zu Gott ist.
Dankbarkeit sichtbar machen
Dank richtet den Blick nicht auf das, was fehlt, sondern auf das, was Gott schenkt. Sie soll sich in Worten und Werken zeigen – nicht durch viele religiöse Worte, sondern durch Taten, die geprägt sind von Wohlwollen im Miteinander.
Dabei erinnerte die Predigt an den Gedanken aus Kolosser 4,6, dass unser Reden und Handeln „mit Salz gewürzt“ sein soll: gehaltvoll, kraftvoll und lebendig. Als Christen sollen wir nicht ständig nur über Gott reden, sondern so handeln, dass Jesus durch uns sichtbar wird – in Authentizität und Einheit.
Dank für das Heil in Christus
Ein wichtiger Punkt in den Ausführungen war, dass unser größter Grund zur Dankbarkeit das Heil in Christus ist: Gottes Liebe, sichtbar im Kommen, Leiden, Sterben und Auferstehen Jesu. Auch wenn dies manchmal als selbstverständlich oder abstrakt empfunden wird, ist es der Kern des Glaubens und das größte Geschenk Gottes an die Menschen.
Dank für die Schöpfung und das Leben
Die Gemeinde wurde erinnert, dass auch die vielen Gaben des täglichen Lebens – Frieden, Gesundheit, Gemeinschaft und Wohlstand – Grund zur Dankbarkeit sind. Diese Dankbarkeit beinhaltet zugleich Verantwortung: die Schöpfung zu bewahren und mit anderen zu teilen, damit es allen gut gehen kann.
Handeln aus Dankbarkeit
Zum Abschluss stand der Aufruf, Dankbarkeit in konkretes Handeln umzusetzen: Gutes tun, im Namen Jesu leben, Zuversicht ausstrahlen und entschlossen auf die Wiederkunft Christi zugehen. Dankbarkeit bedeute, nichts als selbstverständlich anzusehen und und zu fragen, Was kann ich hier und jetzt für Christus tun?
Zeichen der Dankbarkeit
Im Mittelpunkt des Erntedankfestes stand auch das Jahresmotto 2025, das Stammapostel Schneider der Kirche mit auf den Weg gegeben hat:
„Es ist Zeit, Gutes zu tun.“
Dieses Leitwort möchte die Gemeinde nicht nur im Herzen tragen, sondern ganz praktisch sichtbar machen. Deshalb wurde das Erntedankfest für eine besondere Aktion genutzt: Gemeinsam sammelten die Mitglieder haltbare Lebensmittel für die Lebensmittelausgabe der Tauchaer Zeittauschbörse, um Menschen zu unterstützen, die weniger haben.
Bereits im Vorfeld waren alle eingeladen, Spenden wie Nudeln, Reis, Mehl, Zucker, Konserven oder haltbares Obst und Gemüse mitzubringen. Diese Gaben machten sichtbar, dass Dankbarkeit und Teilen zusammengehören.
Am 6. Oktober erfolgte die Übergabe der gesammelten Spenden an die Zeittauschbörse. Jede noch so kleine Gabe trug dazu bei, ein großes Zeichen des Miteinanders und der Nächstenliebe zu setzen.
So wurde das Motto des Jahres mit Leben gefüllt: Gutes zu tun – bewusst, gemeinschaftlich und aus Dankbarkeit gegenüber Gott.
Gemeinschaft im Anschluss
Nach dem Gottesdienst war die Gemeinde zu einem Kirchenkaffee mit Grillangebot eingeladen. Viele Gottesdienstbesucher nutzten die Gelegenheit, miteinander ins Gespräch zu kommen.
Das Erntedankfest 2025 in Taucha zeigte, dass gelebte Dankbarkeit ihren Ausdruck im Glauben, im Miteinander und im helfenden Handeln finden kann.
Neuapostolische Kirche